© photocrew - Fotolia.com

„Wenn Welten aufeinander treffen“ – Die Erlebniswelt demenzkranker Menschen ist häufig nur schwer nachvollziehbar. Pfleger und Angehörige erhalten nur bedingt Zugang. Gegenseitige Wertschätzung und Verständnis fehlen häufig. Kommunikation auf „Inhaltsebene“ scheint unmöglich, die Orientierung in der Realität  fällt mit fortgeschrittener Krankheit zunehmend schwerer und die Vergangenheit wird nur schwer erklärbar.

Validation startet den Versuch auf emotionaler Ebene Zugang zu den Demenerkrankten zu erhalten.

Das Konzept wurde in den 1960er Jahren von der amerikanischen Sozialarbeiterin Naomi Fell entwickelt und vermittelt dem Betroffenen ein Gefühl von Sicherheit, Vertrauen, Akzeptanz und Selbstwertschätzung. In Umgang mit Demenzkranken bedeutet das, seine Gefühlswelt ernst zu nehmen und sich in seine Lage zu versetzen.

Beispiel: Ein Mann fragt beim Essen ständig, ob seine Frau auch schon etwas bekommen hat, obwohl diese seit Jahren verstorben ist. Falsch wäre dem Demenzkranken darauf hinzuweisen, dass seine Frau schon lange nicht mehr lebt. Besser ist es, ihm zu sagen, dass er ein guter Ehemann sei und sich sehr um seine Frau kümmert. Dadurch fühlt sich der Patient verstanden und entspannt sich.

Im Umgang mit Demenzkranken spielen bei der Validation besonders Körpersprache und Stimmlage eine große Rolle: Angepasst an die jeweilige Situation, helfen sie einfühlsam zu reagieren und das Gesagte zu unterstreichen. So helfen zum Beispiel die gleiche Wortwahl oder sanfte Berührungen am Arm, um den Patienten zu beruhigen.

Wer mehr über die Methode der Validation oder praktische Tipps für den Alltag mit Demenzkranken erfahren möchte, dem ist das Buch „Mit dementen Menschen richtig umgehen: Validation für Angehörige“ vom Verlag Reinhardt zu empfehlen.


Kontakt




fünf + = 14

Ihre Nachricht