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In Deutschland leiden zurzeit etwa 1,4 Mio. Menschen an Demenz. Eine unheilbare Krankheit, von der besonders ältere Menschen betroffen sind. Mit der Zeit lässt das Denkvermögen nach und auch das Ess- und Trinkverhalten ändert sich. Doch welche Auswirkungen hat die Demenz auf das Hunger- und Sättigungsgefühl?

Schwer Demenzkranke leben in ihrer eigenen Welt, sie sind oft mit den Gedanken woanders und das führt zu innerer Unruhe und einer hohen Ablenkung, wodurch eine erhebliche Mengen an Energie verbraucht wird. Damit das Essen und Trinken auch bis ins hohe Alter Spaß macht, gibt es hier ein paar hilfreiche Tipps und Tricks.

Wichtig ist, alle fünf Sinne anzuregen! Das Klappern mit Geschirr bei der Essenszubereitung ist ein vertrautes Geräusch. Ebenso das Aroma von Kaffee zum Frühstück lässt frühere Zeiten aufleben und regt den Appetit an. Auch das Auge isst mit, so hilft bei Alterssehschwäche beispielsweise farbiges Geschirr die Konturen besser zu erkennen.

Des Weiteren ist „Fingerfood“, wie Kroketten, Gemüsesticks, Fischstäbchen, Hackbällchen, oder Kekse empfehlenswert. Das selbstständige Führen der Speisen vom Teller zum Mund fördert das Essgefühl. Ebenfalls kann man den Demenz-Patienten bei der Zubereitung der Mahlzeiten mit einbinden. Dadurch entspannt sich die Situation später am Tisch.

Neben dem Gedächtnis lässt auch der Geschmacksinn nach. Deshalb ist es ratsam die Speisen kräftig zu würzen. Vor allem Süßes empfinden die Betroffenen als angenehm.
Allgemein sind regelmäßige Esszeiten und feste Sitzplätze eine hilfreiche Orientierung für Demenzkranken.

Diese Tipps und Tricks lassen sich mit Leichtigkeit umsetzen und wenn alles gut klappt, gibt es zur Belohnung auch mal das Lieblingsessen der Senioren. Nicht vergessen: In Gesellschaft schmeckt das Essen gleich doppelt so gut!


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