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Im Alter können körperliche Beschwerden schnell zum Hindernis werden. Das Nachlassen der Kräfte oder ein kleiner Unfall können zu Schwierigkeiten beim Treppensteigen führen. Die Folge: Der Pflege- oder Hilfsbedürftige kann sich nicht mehr wie gewohnt in seinem heimischen Umfeld bewegen. Insbesondere Treppen werden schnell zu einer unüberwindbare Hürde.

In diesem Fall scheint ein Treppenlift die einzig wahre Alternative, um das mühseelige Erklimmen der Stufen zu umgehen. Mit einem Treppenlift als Hilfsmittel zur Bewältigung des Alltags wird das eigene Zuhause wieder auf allen Etagen begehbar. So lässt sich in vielen Fällen ein kosten- und zeitaufwendiger Umzug vermeiden.

Der Einbau eines Treppenlifts ist in den meisten Wohnungen möglich, jedoch sind die Kosten abhängig von den örtlichen Gegebenheiten und den damit verbundenen Aufwand des Einbaus. Die unterschiedlich geformten Treppenlifts können sowohl im Inneren des Hauses, als auch im Außenbereich angebracht werden.

Treppenlift: Und wer zahlt bitteschön?

Mit den Gedanken an eine altersgerechte Gestaltung der eigenen 4 Wände, schlägt auch wieder die Kostenfrage zu Buche: Der Einbau eines Treppenlifts zählt nicht zu den Leistungen der Krankenkasse. Jedoch können gehbehinderte Menschen, die mindestens  Pflegestufe 1 nachweisen können, einen Zuschuss in Höhe von bis zu 2.557 Euro bei ihrer Pflegeversicherung beantragen. Dieser Zuschuss ist unabhängig von Ihrer Pflegestufe.

Senden Sie dazu einen Antrag auf Pflegeleistung an Ihre Krankenkasse. Diese wird Ihnen darauf ein Formular zustellen, das Sie sorgfältig und korrekt ausfüllen und zurückschicken. Sobald Sie eine Zusage erhalten, können Sie mit dem Einbau des Treppenlifts beginnen. Falls Sie einen Treppenlift schon im Vorfeld eingebaut, aber erst im Nachhinein eine Pflegestufe erhalten haben, können Sie in der Regel die anteilige Kostenübernahme nachträglich beantragen.

Achtung: Auf die finanzielle Unterstützung durch die Pflegekasse besteht kein Rechtsanspruch. In den seltensten Fällen jedoch werden die Zuschüsse nicht genehmigt. Von den entstandenen Kosten der Umbaumaßnahme fallen häufig 10% Eigenanteil auf Sie. Der anfallende Eigenanteil darf aber nicht höher als 50% Ihrer monatlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt sein. Falls Sie über keine eigenen Einkünfte verfügen, entfällt der Eigenanteil. Einkünfte weiterer im Haushalt lebenden Personen werden nicht berücksichtigt.

In jedem Fall empfehlen wir im Vorfeld die Beratungsangeboten der zuständigen Krankenkasse in Anspruch zu nehmen – und sich dort individuell zu einem Einbau eines Treppenlifts informieren zu lassen. Diese Umbaumaßnahmen können dauerhaft das Leben vereinfachen und eine Mobilität bis ins hohe Alter sicherstellen.


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