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Studenten in den Großstädten wissen es: Der Wohnraum ist knapp und teilweise nicht bezahlbar. Gründe dafür: Der Wegfall der Wehrpflicht, doppelte Abiturjahrgänge und sowieso schon immer knapper werdender Wohnraum sorgen für die studentische Not bei der Suche nach einer Wohnung.

Abhilfe schafft ein neues Konzept: Insgesamt 23 Städte sind bereits an Bord des Projektes „Wohnen für Hilfe“, bei dem Senioren kostenfreien Wohnraum an Studenten zur Verfügung stellen und zeitgleich Unterstützung durch die jüngere Generation erhalten.

Mitmachen können Menschen jeden Alters, die kostengünstigen Wohnraum suchen und sich neben dem Studium sozial engagieren möchten. Anstatt des monatlichen Mietpreises jedoch müssen die Studenten im Haushalt anpacken: Sie unterstützen den Hilfebedürftigen im Garten, erledigen Einkäufe oder entlasten bei Behördengängen.

Wie genau der „Mitvertrag“ ausgestaltet wird, liegt im Ermessen des Wohnraumgebers und des Wohnraumnehmers. Beide Parteien fixieren schriftlich, in welchen Bereich und welchem Umfang der Studierende tätig wird. Als allgemeine Faustregel gilt: Eine Stunde Hilfe entspricht einem Quadratmeter Wohnraum. Wasser und Strom wird separat abgerechnet.

Das generationsübergreifende Wohnkonzept ist dabei viel mehr als eine neue, alternative Wohnform im Alter. Das gemeinsame Wohnen unter einem Dach fördert den Austausch zwischen jung und alt – und deren Lebens- und Sichtweisen.

Erst im Dezember 2013 wurde des Projekt Wohnen für Hilfe wird vom Stifterverband der Deutschen Wissenschaft e.V. zur Hochschulperle des Monats ausgezeichnet. Teilnehmende Universitätsstätte und weitere Informationen sind auf der zugehörigen Projekt-Website zu finden: Wohnen für Hilfe.


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