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Mehrgenerationenhäuser lassen erkennen, dass zwischen Jung und Alt nicht unbedingt ein Generationenkonflikt herrschen muss. Vielmehr zeigen sie, dass Jung und Alt einander brauchen.

Durch ein generationsübergreifendes Miteinander entsteht eine neue Wohnmöglichkeit im Alter. Senioren leben nicht allein in einer anonymen Stadtwohnung. Sie leben in einer Gemeinschaft, in der die Bewohner füreinander sorgen. Dies gibt Sicherheit.

Jung hilft Alt und Alt hilft Jung

Mehrgenerationenhäuser setzen auf eine Solidarität zwischen Jung und Alt. Ältere Menschen benötigen vielleicht Hilfe bei Einkäufen oder jemanden zum Reden. Jungen Familien mangelt es häufig an verantwortungsbewussten Babysittern. Manchmal steht aber auch einfach nur der Wunsch nach einer Oma oder einem Opa für gemeinsame Aktivitäten im Raum. Ältere Menschen wirken einer Vereinsamung entgegen und junge Menschen bekommen Unterstützung oder das Gefühl, etwas Gutes zu tun.

Finden eines Mehrgenerationenhauses

In Deutschland gibt es heute 500 Mehrgenerationenhäuser. Fast in jeder größeren Stadt gibt es also die Möglichkeit in ein Mehrgenerationenhaus zu ziehen. Diese Häuser werden durch ein Aktionsprogramm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Aber auch privat ziehen immer mehr Familien mit mehreren Generationen in ein Mehrfamilienhaus, die Zahl dieser Mehrgenerationenhäuser wird nicht statistisch erfasst.

Wer in Mehrgenerationenhäusern die Pflege übernimmt

Sofern die Senioren nur Hilfe bei leichten Haushaltstätigkeiten benötigen oder etwa das Einkaufen nicht allein erledigen können, so ist damit zu rechnen, dass eine Unterstützung aus der Hausgemeinschaft geleistet wird. Braucht die pflegebedürftige Person darüber hinaus Leistungen der Grund- oder Behandlungspflege, so werden in der Regel ambulante Pflegedienste hinzugezogen.

Für wen Mehrgenerationenhäuser geeignet sind

Die Unterbringung in Mehrgenerationenhäusern eignet sich vor allem für aktive Senioren. Der Kontakt zu jungen Familien bringt nicht nur Unterhaltung. Es kann damit gerechnet werden, dass, wo Kinder spielen, auch Lärm zu hören ist. Die Senioren haben zwar ihre eigene abgetrennte Wohnung, leben aber in einer Gemeinschaft, daher ist Toleranz eine wichtige Eigenschaft für ein generationsübergreifendes Miteinander.


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