Quelle: Website House of Life

Vier Wände der anderen Art: In Solingen treffen junge Lebenskonzepte und etablierte Pflegeformen aufeinander. Im sogenannten „House of Life“ finden pflegebedürftige Menschen im Alter von 18 bis 60 Jahren ein „pflegendes Zuhause“ zwischen Designermöbel, Kino und Pflegekraft.

„Mitten im Leben“ könnte der Leitfaden des Konzeptes lauten. Bei der Gestaltung des Neubaus galt es vor allem, die wohnlichen Vorstellungen gleichwohl mit den Interessen einer großen, gemischten Altersgruppe zu vereinen. Resultat sind frische Farben, barocke Muster und Designermöbel in den öffentlichen Bereichen. Die Zimmer der Bewohner hingegen sind schlicht gehalten. Die individuelle Gestaltung obliegt dem Bewohner selbst und bietet viel Freiheit.

Auf insgesamt drei Etagen finden zwanzig Pflegebedürftige Platz. Sie leben mit je acht oder vier Bewohnern in Wohngemeinschaften und teilen sich sowohl einen Gemeinschaftsraum als auch je eine Terrasse.

2013 wurde das House of Life auf der Altenheim EXPO sogar als Projekt des Jahres ausgezeichnet.

Und auch die Mitarbeiter des „House of Life“ nehmen im Rahmen des Konzeptes eine wichtige Rolle ein: Transparenz und Partnerschaftlichkeit sind wichtige Elemente des Führungsstils und sollen Eigenverantwortung, Flexibilität und Eigeninitiative fördern. Denn die Zufriedenheit der Mitarbeiter ist ebenso wichtige Voraussetzung für die Zufriedenheit der Bewohner.

Die Vielfalt des Hauses zeigt sich jedoch nicht nur in der Ausgestaltung der Räume: So sind die Pflegebedürftigen von den unterschiedlichsten Schicksalen und Krankheitsbildern geprägt: Nebst Aids – und Suchterkrankungen leidet ein Teil der Pflegebedürftigen unter Multiple Sklerose, Morbus Parkinson oder Chorea Huntington. Für die examinierten Alten – und Krankenpfleger bedeutet dies häufig auch die Auseinandersetzung mit neuen und ungewohnten Symptomen und Krankheitsbildern.

Die professionelle Beziehungsgestaltung zwischen Bewohner und Pfleger stehen dabei bei der Pflege immer im Vordergrund.
Schulungen und Fortbildungen sollen die Auseinandersetzung des Betroffenen mit seiner Erkrankung fördern und sich in dieser erschwerten Lebenssituation stärken. Zusätzliche Kooperationen mit Partnern beispielsweise aus den Bereichen Aids-Hilfe oder Drogenberatung stehen sowohl Bewohnern als auch Pflegekräften zur Seite.

Bilder des „House of Life“ gibt es in der Galerie der zugehörigen Projektwebsite: Website House of Life


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