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Ein frisch bezogenes Bett. An der Wand hängt ein Monitor. Der Spiegel im Bett ist zeitgleich ein Bildschirm. Neben den Jacken in der Garderobe finden wir ein Notrufgerät. Schlafzimmertisch und Bettvorleger sind mit Bewegungssensoren ausgestattet. Der Küchenherd schaltet sich beim Verlassen der Wohnung selbstständig aus. Zukunftsmusik? Nein: Im „Smart Home“ des Karlsruher Forschungszentrums Informatik (FZI) gehören all diese Dinge zur „Grundausstattung“.

 

Was sehr techniklastig klingt, soll das Leben im Alter erleichtern. „AAL“ – so nennen sich die altersgerechten Assistenzsystemen für ein gesundes und unabhängiges Leben kurz.

Es sind Millionen, die in die Entwicklung solcher Techniken fließen. Noch sei das Ganz jedoch von einer praxisnahen Umsetzung außerhalb der Technikräume weitentfernt, äußert sich Roland Sing vom Landesseniorenrat Baden-Württemberg.

Wilhelm Stork vom Forschungszentrum selbst sieht die AAL  als Teil des Gesundheitssystems.  Durch die Dokumentation des Verhaltens der Senioren können Krankheiten früher erkannt werden  – vom nahenden Herzinfarkt, der dank Stuhl mit berührungslosem EKG nachzuweisen wäre, bis hin zur drohenden Altersdepression.

In Ludwigsburg ist die Technik bereits bei acht Senioren im Einsatz. Die Kritik, der Mensch würde so hinter der Technik zurückbleiben, entgegnen die Forscher. Senioren  sich mit der Technik mit der realen Welt verbinden und sich sogar Freunde, Bekannte oder Familienmitglieder unabhängig von Entfernungen vernetzen. In Pflegeheimen könne die Technik wirkungsvoll als Dokumentationshilfe eingesetzt werden und das Pflegepersonal somit mehr Zeit mit den Pflegebedürftigen verbringen.

Inwieweit die Technik wirklich flächendeckend und hilfreich eingesetzt werden kann, bleibt abzuwarten. Mehr Informationen und die ursprüngliche Pressemeldung gibt es bei  N24 zum Nachlesen.


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