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Viele pflegebedürftige Menschen und auch deren Angehörige entscheiden sich für die Pflege zu Hause. Fernab von der teil- oder vollstationären Pflegeform können Pflegebedürftige so in ihrer häuslichen, vertrauten Umgebung bleiben. Nicht selten sind emotionale Aspekte der ausschlaggebende Punkt für diese Entscheidung. Denken wir selbst an unsere Lieben, die uns in Kindheit, Jugend und Heranwachsen begleitet haben – und gleichzeitig unsere Erinnerungen geprägt und geschaffen haben – so ist diese Entscheidung mehr als naheliegend.

Auch in den gesetzlichen Bestimmungen zur häuslichen Pflege im SGB XI und im SGB XII hat die Form der häuslichen Pflege Vorrang gegenüber der stationären Pflege.
Nach der Entscheidung, Pflegebedürftige im vertrauten Umfeld zu umsorgen, treffen Angehörige oftmals auf ein unübersichtliches Angebot an vielen Möglichkeiten der Rund-um-die-Uhr-Betreuung.

Die Suche nach der best-geeignetsten Lösung für die jeweilige Pflegesituation nimmt dabei viel Zeit und Kraft in Anspruch. Ein Markt, viele Anbieter – hier gilt es, die Dienstleister und Möglichkeiten genau auf Seriosität und Zuverlässigkeit zu überprüfen.

Doch welche Möglichkeiten der häuslichen Pflege gibt es überhaupt?

Variante (1) Selbständige mit Gewerbeschein – “Scheinselbständigkeit?”
Einige selbständige Pflegekräfte bieten ihre Dienste im Bereich der häuslichen 24-h Pflege an. Hier sollten Sie aufpassen: Oftmals lebt die betreuende Pflegekraft im Haushalt des Pflegebedürftigen, um  rund um die Uhr verfügbar zu sein. Schnell tritt in diesem Fall die “Scheinselbständigkeit” ein. Das Zollamt überprüft diese Art von Beschäftigungsverhältnissen – und kann auch im Vorfeld Auskunft über die rechtliche Situation geben.

Variante (2) Der Medizinische Pflegedienst
Eine andere Variante ist die Beauftragung eines ortsansässigen Pflegedienstes, der den Pflegebedürftigen 24 Stunden/ Tag betreut. Hier fallen jedoch oftmals so hohe Kosten an, dass viele Angehörige eher Abstand von dieser Pflegeform im Alter nehmen.

Variante (3) Eine Betreuungskraft einstellen
Wer sich dafür entscheidet, eine Betreuungskraft einzustellen, wird zum Arbeitgeber. Das heißt: Die  Anmeldungen, Abgaben sowie alle steuerlichen und rechtlichen Belange liegen in Ihrer Hand. Weiterer Nachteil: Im Krankheitsfall oder Urlaub müssen Sie als Arbeitgeber eine zweite Betreuungskraft als Vertretung einstellen, was zusätzliche Kosten zur Folge hat.

Variante (4) Entsendung von Pflegekräften aus Osteuropa
Werden Pflegekräfte aus Osteuropa entsendet, so sind diese häufig in ihrem Heimatland fest angestellt. Der Arbeitgeber zahlt in diesem Fall alle Steuern und Abgaben für die betreuende Kraft und entrichtet diese im Heimatland. Vorteil: Angehörige brauchen sich nicht um eine Urlaubs- oder Krankheitsvertretung sorgen, dies übernimmt der Arbeitgeber.

Wir empfehlen in jedem Fall sich vorab beraten zu lassen – nutzen Sie gern auch unser Kontaktformular für Ihre Frage.


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