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Die Integrative Pflegeausbildung oder auch generalistische Pflege hat zum Ziel die drei getrennten Ausbildungsberufe Altenpfleger/in, Gesundheits- und Krankenpfleger/in sowie Kinderkrankenpfleger/in zusammenzuführen.

Der erste Modellversuch des Hamburger Pflegemodells startete bereits im Oktober 2003. Die drei Ausbildungsberufe sollen dabei mit unterschiedlichem Schwerpunkt innerhalb von 3,5 Jahren erlernt und entsprechendes Fachwissen vermittelt werden. Dabei entfallen 50% Anteil auf die Krankenpflege und jeweils 25% auf Altenpflege und Kinderkrankenpflege.

Nach den ersten 3 Jahren Berufsausbildung müssen Azubis eine staatliche Prüfung in allen Ausbildungsbildern absolvieren. Das anschließende, letzte halbe Jahr der integrierten Ausbildung wird als Schwerpunktjahr bezeichnet und dient der Spezialisierung auf einen der drei Ausbildungsberufe.

Ein großer Kritiker dieses Modells ist das „Bündnis der Altenpflege“, das durch die Umsetzung das Ende des Altenpflegeberufes befürchtet. Derzeit beinhaltet die Altenpflege-Ausbildung rund 2.000 absolvierte Stunden in der  dreijährigen Ausbildungsstätte. Laut dem Eckpunktepapier zur integrierten Ausbildung würde sich diese Stundenanzahl auf nur noch 1.140 Stunden reduzieren.

Wesentliches Argument gegen den das neue Ausbildungsmodell: Altenpflege heißt auch Beziehungspflege. Mit kürzerer, praktischer Ausbildungszeit und Rotation zwischen den drei Ausbildungsberufen fehlt genau dieser Aufbau von Beziehungen. Und auch für die Pflegebedürftigen in den Heimen bedeutet dies: Stetig neue Auszubildende.

Das erst im März 2013 gegründete Bündnis ruft in einer Initiative dazu auf, für den Erhalt des Ausbildungsberufes „Altenpflege“ zu kämpfen und sich unter anderem an einer Unterschriftenaktion zu beteiligen. Diese Unterschriftenliste soll dann an die zuständigen Minister und Ministerinnen in Bund und Länder übergeben werden.

Mehr Informationen gibt es auf der gleichnamigen Website „Bündnis für Altenpflege“.


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