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Erfolgt die Pflege zu Hause, kann eine Anpassung des Wohnraums an die Bedürfnisse des Pflegebedürftigen notwendig sein. Nicht jeder jedoch verfügt im Alter über die finanziellen Mittel, Umbaumaßnahmen aus den eigenen Ersparnissen oder durch finanzielle Unterstützung von Angehörigen zu finanzieren.

Welche finanziellen Möglichkeiten der Förderung bestehen, erläutern wir Ihnen im Folgenden.

Fördermöglichkeiten durch Krankenkassen

Kleinere Hilfsmittel, die von einem Arzt empfohlen und verschrieben wurden, können im Regelfall bei gesetzlichen Krankenkassen eingefordert und bezahlt werden. Welche genauen Voraussetzungen Ihre Krankenkasse für eine mögliche Kostenübernahme stellt, können Sie bei Ihrem zuständigen Betreuer in Erfahrung bringen.

Finanzielle Unterstützung durch Pflegekasse

Der antragsstellende Pflegebedürftige kann weiterhin finanzielle Unterstützung für Pflegehilfsmittel oder altersgerechte, bauliche Veränderungen bei der Pflegekasse erfragen. Wichtige Voraussetzung: Der Antragsstellende muss einer Pflegestufe zugeordnet sein. Zu Pflegehilfsmittel zählen zum Beispiel ein Pflegebett, Treppenlift oder breite Türen. Dabei können jeweils bis zu 2557 Euro pro Maßnahme zurückgefordert werden.

Dabei ist zu beachten, dass alle Maßnahmen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt gemeinsam erfolgen auch zu einer Maßnahme zusammengefasst werden. Beachten Sie auch, dass der Antrag vor Beginn der Umbauarbeiten eingereicht werden muss.

Fördermittel von der KfW (Kreditbank für Wiederaufbau)

Bundesweit existieren Programme zur finanziellen Förderung von Umbauten altersgerechter Wohnungen. Der Vorteil: Die benannten Programme sind ganz unabhängig von Alter, Pflegebedürftigkeit oder Einkommen.

Eine Förderung durch die KfW kann in Form von zinsgünstigen Darlehen erfolgen. Dabei ist es möglich bis zu 50.000 Euro Kreditsumme bei der KfW zu beantragen. Liegt die Investitionssumme für den barrierefreien Umbau über 6.000 Euro kann zusätzlich ein Zuschuss von 5 Prozent der Umbaukosten Wer mehr als 6.000 Euro in seinen barrierefreien Wohnraum investiert, kann außerdem einen Zuschuss in Höhe von 5 Prozent (maximal 2.500 Euro) der Kosten beantragt werden.

Voraussetzung für den Erhalt der Fördermittel: Die Arbeiten dürfen nicht privat oder in Form von Eigenleistung durchgeführt werden, sondern müssen bei einer Fachfirma in Auftrag gegeben werden. Zusätzlich lassen sich die Ausgaben dann in Form außergewöhnlicher Belastung von der Steuer absetzen.


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