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Der Kiez – ganz gleich, ob im Norden Deutschlands oder in unserer Lieblingshauptstadt Berlin: Er steht für Heimat, Wohlfühlen ebenso wie für die Zugehörigkeit zu altbekannten Menschen und den vertrauten Ecken unseres Stadtteils.

Im jungen Alter häufig noch unterschätzt und mit der Entdeckungslust „neuer Dinge“ gepaart, nehmen Vertrautheit und Sicherheit im hohen Alter einen immer größeren Stellenwert ein. Insbesonders für die Älteren ist es wichtig, auch im hohen Alter in ihrer vertrauten Umgebung bei Freunden und Familie zu sein und in den eigenen vier Wänden die ruhigen Jahre des Lebens zu verbringen. Ein entscheidender Grund, warum 2006 das Kiezprojekt in der Kurfürstenstraße gestartet wurde.

Die Idee wurde gemeinsam von der Berliner Baugenossenschaft und der Mariendorf-Lichtenrader Baugenossenschaft entwickelt. Ziel des begleiteten Wohnens ist es, dass die Älteren nicht in ein Pflegeheim umziehen müssen, sondern bis an ihr Lebensende selbstständig in „ihrem Kiez“ wohnen können.

Grundgedanke der Initiative ist es, eine Nachbarschaft zu gründen, die sich gegenseitig unterstützt und füreinander da ist. Dabei gilt es vor allem die Interessen und Bedürfnisse der Senioren zu bewahren und Hilfe dort anzubieten, wo sie nötig ist.

Neben medizinischen und pflegerischen Leistungen werden auch regelmäßig Erzählcafés, Koch- und Spielstunden, sowie Gymnastikkurse angeboten. Außerdem legt das Betreu-ungsteam viel Wert darauf, das Zuhause möglichst sicher und altersgerecht zu gestalten. Beispielsweise werden in den Wohnungen die Türschwellen entfernt und Küche und Bad behindertengerecht umgebaut.

Der Kiez zieht also nicht nur die jüngere Generation in die Hamburger Reeperbahn, sondern dank des Berliner Kiezprojektes auch die Älteren in die Kurfürstenstraße – zum Beisammensein, gemeinsam Leben und zum „Schnack unter alten Kieznachbarn“.


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