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Es ist bekannt: Die Menschen in Deutschland werden immer älter, somit steigt auch die Pflegebedürftigkeit. Laut Statistiken werden im Jahr 20355 in Deutschland nahezu 24 Millionen Menschen über 65 Jahre alt sein. Das sind 40 Prozent mehr als in der heutigen Zeit.

Die Studie Wohnen 65plus, die vor Kurzem in Berlin vorgestellt wurde, bestätigt nun auch den zusätzlichen Bedarf an seniorengerechten Wohnungen. Mehr als 39 Milliarden Euro bedarf es in den nächsten Jahren, um zusätzliche 2,5 Millionen Wohnungen zu errichten.

Initiatoren der Studie sind unter anderem der Deutsche Mieterbund, der Sozialverband VdK Deutschland, Architekten und Ingenieure (BDB), der Bund Deutscher Baumeister sowie die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt.

Laut der Studie können mit der Förderung und Neuschaffung von seniorengerechten Wohnungen auch die Pflegekosten reduzieren. Viele Pflegebedürftige müssen ihr geliebtes zuhause auf Grund fehlender Barrierefreiheit räumen und ein Pflegeheimplatz in Anspruch nehmen.

Durch die Schaffung von altersgerechten Wohnungen könnte ein Teil der Senioren hingegen in ihrem zuhause verbleiben.

Der barrierefreie Umbau einer Wohnung beträgt ca. 15.600 Euro. Die stationäre Pflege hingegen kostet jedes Jahr 7.200 Euro. Rein rechnerisch wären somit der Umbau über einen Zeitraum von 2 Jahren allein durch die Kostenersparnis finanziert.

Die Politik solle daher nebst Darlehen von Kreditinstituten, stärker auf direkte Bauzuschüsse setzen. Studienleiter Matthias Günther äußert sich dazu im Gespräch: “Denn ein Kredit mit zwanzig Jahren Laufzeit stößt bei einem 70-Jährigen in der Regel nur auf wenig Interesse.”

Zugleich prognostizieren Experten einen explosionsartigen Anstieg der Pflegekosten: 2035 geht das Institut von knapp 33 Milliarden Euro Kosten allein bei der Pflegeversicherung aus.


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